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Die AfD und ihr Verhältnis zu Antisemitismus

Das Thema des Vortrages ist die Frage nach dem Verhältnis der AfD zum Antisemitismus. Dabei werden verschiedene Begriffe und Annahmen der Antisemitismusforschung herausgearbeitet und die Programmatik, Geschichtspolitik und antisemitische Vorfälle der Partei vorgestellt. Welche Fälle von antisemitischen Artikulationsformen gab es in der Partei? Was hat die Geschichtspolitik und die Schlussstrichforderung mit dem Verhältnis zum Antisemitismus zu tun?

Der Einzug der AfD in den Bundestag stellt eine Zäsur im bundesdeutschen Parteiensystem dar und sorgte im Herbst 2017 für Aufsehen. Innerhalb der Neuen Rechten kam es in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel, in dessen Folge eine rassistische Agenda anstellte des „Gerüchts über die Juden“ (Adorno) getreten ist. Auch wenn die AfD ihren politischen Schwerpunkt auf den Islam gelegt hat, verunsichern die Ressentiments gegenüber Minderheiten auch die jüdische Community in der Bundesrepublik.

Vor allem der nationalkonservative Flügel der Partei macht immer wieder mit Solidaritätsbekundungen mit Israel oder der jüdischen Gemeinde von sich reden. Dennoch gab es in verschiedenen Landesverbänden immer wieder einschlägige antisemitische Skandale. Kann man also vor dem Hintergrund des Widerspruchs zwischen Anti-Antisemitismus und Antisemitismus diese israelsolidarischen Bekundungen überhaupt ernst nehmen? Welche Fälle von Judenfeindschaft gab es in der Partei? Und: Was hat die Geschichtspolitik und die Forderung nach einem „Schlussstrich“ mit dem Verhältnis zum Antisemitismus zu tun?

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Mo || 08.10.
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JK 28/130 || Rost- und SIlberlaube